Bezugsoptimierungen
Lastführung und Bezugsoptimierung Strom
Jeder Abnehmer von elektrischem Strom erwartet, dass ihm die entsprechende Energie zur Verfügung gestellt wird, sobald er einen elektrischen Verbraucher einschaltet. Ohne steuernde Eingriffe auf den Energieverbrauch kumuliert so der Energiebedarf zeitweise zu Verbrauchsspitzen. Aufgrund der nur kurzzeitig benötigten Spitzenleistung müssen Erzeugereinheiten (Kraftwerke) sowie Übertragungs- und Verteilnetze "überdimensioniert" ausgelegt und Reserven vorgehalten werden. Das ist aufwendig, vergeudet Ressourcen, belastet die Umwelt und ist kostspielig.
Die erhöhten Bereitstellungskosten für die jederzeit verfügbare Energie geben die Versorgungsunternehmen an die Abnehmer über den Leistungspreis weiter. Durch entsprechende Verträge mit dem Energielieferanten sollen Energieabnehmer wie die Energieversorgungsunternehmen selbst oder Endverbraucher wie die Industrie zu einem günstigeren Verbraucherverhalten bewegt werden. Durch Vermeidung kurzzeitiger Verbrauchsspitzen können diese ihre Energiekosten günstig gestalten.
Mit dem Programmpaket RESY®-KOS für Lastführung und Bezugsoptimierung wird der Strombezug von Energieversorgungseinrichtungen und Industrieanlagen automatisch überwacht und gesteuert. Dabei werden die eingestellten Vorgaben und Randbedingungen beachtet, insbesondere im Hinblick auf einen optimalen Verlauf des Strombezugs.
Gasprognose und -optimierung
Die Aufgabe der Bezugsoptimierung Gas ist es, Gasbezugsverträge optimal auszunutzen, d.h. eine möglichst große Gasmenge an die Kunden abzugeben, ohne die im Bezugsvertrag mit dem Vorlieferanten vereinbarte Bezugsgrenze zu überschreiten.
Der natürliche Verlauf der Gasabgabe und damit des Bezuges weist große Schwankungen auf, womit eine schlechte Vertragsausnutzung verbunden ist. Eine Verbesserung dieser Situation ist dadurch zu erreichen, dass der Gasbezug weitestgehend konstant gehalten wird, jedoch immer unter Berücksichtigung der Bezugsgrenze.
Hierzu stehen folgende Optimierungsmaßnahmen zur Verfügung:
- Ausnutzung von vorhandenen Gasspeicherkapazitäten
- Abschaltungen von Verbrauchern
- Einsatz von Flüssiggasanlagen
Die Optimierungsmaßnahmen basieren auf einem adaptiven Prognosemodell. Der Gesamtverbrauch des Gasnetzes und der abschaltbaren Verbraucher wird abhängig von einer vorhergesagten bzw. vorausberechneten Temperatur stündlich über eine Zeitperiode von bis zu sieben Tagen prognostiziert. Grundlage für die Prognose ist das Prognosemodell. Es wird aus Verbrauchs- und Temperaturwerten der Vergangenheit ermittelt und stündig an die neuesten Entwicklungen automatisch angepasst. Für das Prognosemodell wird ein adaptives Verfahren eingesetzt, das Veränderungen von Verbrauchsverhalten und Abnehmerstrukturen direkt einbezieht.
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